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Anthroposophie ist eine Weltanschauung, die Anfang des 20. Jahrhunderts von Rudolf Steiner entwickelt wurde. Sie betrachtet den Menschen als Einheit von Körper, Seele und Geist und möchte wissenschaftliche Erkenntnisse mit einer erweiterten Sicht auf den Menschen verbinden. Ihr Ziel ist es, Menschen zu helfen, bewusst, frei und verantwortungsvoll zu leben, indem sie die eigene Wahrnehmung, Einsicht und Selbstreflexion fördern.


Besondere Bedeutung hat das Ich. Damit ist nicht das alltägliche Ego gemeint, sondern der innere Kern des Menschen – der Teil, der Entscheidungen bewusst treffen, Verantwortung übernehmen und reflektiert handeln kann. Das Ich ermöglicht, über Gewohnheiten und äußere Erwartungen hinaus bewusst zu handeln und den eigenen Weg zu gestalten. Gleichzeitig versteht die Anthroposophie das Ich als etwas, das sich im Laufe des Lebens weiter entfalten kann. Selbstbeobachtung, Reflexion und persönliche Auseinandersetzung helfen, das eigene Denken, Fühlen und Handeln bewusster wahrzunehmen.

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Kunsttherapie und Biografiearbeit unterstützen diesen Prozess. In der Kunsttherapie geht es darum, Gefühle und innere Erfahrungen kreativ auszudrücken. Biografiearbeit lenkt den Blick auf den eigenen Lebensweg, reflektiert prägende Erfahrungen und wiederkehrende Muster. Beide Methoden fördern Selbstwahrnehmung und persönliche Einsichten.


Die Anthroposophie betont außerdem die Verbindung des Menschen zur Natur. Körper, Seele und Geist stehen in Beziehung zu natürlichen Zyklen, und ein respektvoller Umgang mit Pflanzen, Tieren und Böden wird als wertvoll angesehen. Praktisch zeigt sich das zum Beispiel in der biodynamischen Landwirtschaft, die natürliche Rhythmen berücksichtigt.
Anthroposophie wirkt in vielen Bereichen: in der Waldorfpädagogik, in der anthroposophischen Medizin sowie in Kunst und Architektur, jeweils mit dem Ziel, den Menschen in seiner Ganzheit wahrzunehmen.

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